Mit Event #29 wurde bei der WSOP 2009 die zweite Halbzeit eingeleitet. Das heißt auch dass die Hälfte der Bracelets bereits vergeben ist, wobei Phil Ivey und Brock Parker bereits jeweils zwei Mal zuschlagen konnten.
Aber der Reihe nach:
Event #28 – No-Limit Hold’em
Buy-in: $1.500
Prizepool: $3.600.870
Teilnehmer: 2.638
Das letzte Event der ersten Halbzeit war ganz in den Händen jener Spieler, die den Medien (noch) nicht so bekannt sind. Als Sieger ging Mike Eise vom Tisch, der sich bei dem großen Starterfeld $639.331 holen konnte.
Event #29 – Heads Up NL Hold'em
Buy-in: $10.000
Prizepool: $2.406.400
Teilnehmer: 256
Umso mehr bekannte Namen fanden sich beim Heads Up Event, bei $10.000 Buy In war dies auch zu erwarten. Johnny Chan war auf dem guten Weg zu seinem 11. Bracelet (damit würde er wieder mit Phil Hellmuth gleichziehen), musste sich aber im vorletzten Duell verabschieden.
Im Finale saßen sich Leo Wolpert und der englische Pro John Duthie gegenüber. In einem spannenden Match über drei Runden setzte sich der amerikanische Student Wolpert durch und holt sich $625.682. John Duthie kann mit $386.636 auch einen schönen Gewinn verbuchen … kein schlechter Trost.
Auch drei deutsche Spieler sind in den Preisrängen, neben Benjamin Spindler und Nathanael Poysti schafft Dragan Galic bereits seinen zweiten Cash bei dieser WSOP. Wenn es in diesem Tempo weitergeht können wir uns noch auf einiges gefasst machen.
Event #30 – Pot-Limit Omaha
Buy-in: $2.500
Prizepool: $1.002.800
Teilnehmer: 436
Auch beim Pot Limit Omaha konnten sich die Stars in Szene setzen. Sieger wurde J.C. Tran, der sich sein zweites Bracelet und $235.685 holt. An einem starken Final Table konnte er sich unter anderem gegen John Juanda (9.), Theo Jorgensen (8.) und Ross Boatman (4.) durchsetzen.
Auch Phil Ivey fügt seiner langen Liste einen weiteren Cash hinzu, wenn es sich diesmal mit Platz 44 auch nur knapp ausgegangen ist (und ihm die $4.883 sicher egal sind).
Event #31 – H.O.R.S.E.
Buy-in: $1.500
Prizepool: $1.051.050
Teilnehmer: 770
Der (inoffizielle) HORSE-Champion dieser WSOP ist in meinen Augen bereits gefunden. Innerhalb weniger Tage schafft James Van Alstyne das Kunststück, bei zwei HORSE-Events im Heads Up zu sitzen. Während er sich in Event #21 Zac Fellows geschlagen geben musste, ließ er diesmal nichts mehr anbrennen und holte sich das Bracelet und weitere $247.033.
Wieder ein schöner Teilerfolg für Deutschland: Phillip Marmorstein verpasst mit dem 12. Platz nur knapp den Finaltisch und muss nach etlichen Top-Platzierungen bei vergangenen Events weiter auf ein Bracelet warten.

Hoch zu Ross: James Van Alstyne (Foto: pokerwire)